
Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung mit dem Funkrufnamen "Christoph Europa 5" ist am Krankenhaus Niebüll stationiert. Der Helikopter vom Typ BK 117 wird sowohl für Einsätze in der Notfallrettung als auch für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken genutzt und steht täglich von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang bereit. Das Einsatzgebiet umfasst die gesamte Nordfriesische Westküste, die Inseln und Halligen sowie das dänische Sønderjylland. Die verbesserte Luftversorgung garantiert eine schnelle Notfallversorgung für die Landbevölkerung und tausende Touristen, die in der Region Urlaub machen.
Geht ein Notfall bei der Leitstelle in Husum ein, wird die Crew über einen Funkalarmgeber benachrichtigt. Maschine und Besatzung sind so innerhalb von zwei Minuten nach einer Alarmierung einsatzbereit und können Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern in maximal 15 Minuten erreichen. Das kann vor allen Dingen bei Notfällen in ländlichen Regionen oder auf den Inseln im Einsatzgebiet lebensrettend sein. So ist "Christoph Europa 5" innerhalb von elf Flugminuten auf Rømø. Die Bedeutung des Projekts „Cross-Border Air Rescue“ wurde bereits im ersten halben Jahr nach Indienststellung von "Christoph Europa 5" deutlich: 62 der insgesamt ca. 600 Gesamteinsätze wurden im dänischen Sønderjylland geflogen.
Die Crew der Station Niebüll besteht sowohl aus deutschem als auch aus dänischem Personal. An Bord des Hubschraubers befinden sich immer ein Pilot, ein Notarzt und ein Rettungsassistent mit spezieller Ausbildung zum HEMS-Crew-Member. Die Notärzte sind Fachärzte mit spezieller Notarztqualifikation und einem intensivmedizinischen Hintergrund. Sie verfügen, ebenso wie die Rettungsassistenten, über langjährige Erfahrung im bodengebundenen Rettungsdienst.

Die Piloten von "Christoph Europa 5" verfügen über ein hohes fliegerisches Können und müssen eine umfangreiche Flugerfahrung nachweisen. Sie werden regelmäßig in Sicherheitstrainings fortgebildet.